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Kosten29. November 20255 Min. Lesezeit

Kostenvergleich: Detektei vs. eigene Recherche 2026

Detektei oder selbst ermitteln? ✓ Kostenvergleich ✓ Risiken der Eigenrecherche ✓ Wann sich ein Profi lohnt ✓ Ehrliche Analyse. Jetzt vergleichen!

"Muss ich wirklich einen Detektiv bezahlen, oder kann ich das auch selbst?" – eine verständliche Frage angesichts von Kosten im vierstelligen Bereich. Die ehrliche Antwort: Manchmal geht es selbst, oft aber nicht. Der entscheidende Unterschied liegt in den versteckten Kosten.

In diesem Vergleich erfahren Sie, was Eigenrecherche wirklich kostet, welche Risiken Sie eingehen und wann der Profi die bessere Investition ist.

Das Wichtigste im Überblick

  • Sichtbare Kosten: Detektiv teurer, DIY "gratis"
  • Versteckte Kosten: Zeit, Risiken, emotionale Belastung
  • Rechtliche Risiken: Laien überschreiten oft Grenzen
  • Erfolgsquote: Profis deutlich höher
  • Verwertbarkeit: DIY-Beweise oft unbrauchbar
  • Empfehlung: Bei rechtlicher Relevanz immer Profi

Der direkte Kostenvergleich

Kurz: Auf dem Papier ist Eigenrecherche günstiger. Aber wenn Sie alle Kosten einrechnen – Zeit, Risiken, potenzielle Schäden – kann der Detektiv die günstigere Wahl sein.

KostenfaktorDetekteiEigenrecherche
Direktkosten2.000-5.000€0€ (auf dem Papier)
ZeitaufwandMinimal20-100+ Stunden
Emotionale BelastungGeringSehr hoch
Rechtliche RisikenKeineMöglich
ErfolgswahrscheinlichkeitHochNiedrig
GerichtsverwertbarkeitJaFraglich

Die versteckten Kosten der Eigenrecherche

Zeit: 20 Stunden Eigenrecherche × 50€ (Ihr Stundensatz) = 1.000€ "Arbeitskosten"

Fehlversuche: Erste Observation ohne Ergebnis, zweiter Versuch wird bemerkt = Alles umsonst

Emotionaler Stress: Schlaflose Nächte, Konzentrationsprobleme, Krankmeldungen?

Rechtliche Konsequenzen: Eine illegale Handlung kann Sie tausende Euro kosten + Vorstrafe

Was Sie selbst legal tun können

Kurz: Einige Ermittlungen können Sie selbst durchführen – solange Sie die rechtlichen Grenzen kennen und einhalten.

Legal: Was erlaubt ist

Öffentlicher Raum:

  • Beobachtungen auf der Straße
  • Fotos von Personen im öffentlichen Raum
  • Notieren von Fahrzeugen und Kennzeichen

Öffentliche Informationen:

  • Social-Media-Profile (öffentliche Posts)
  • Handelsregister, Grundbuch (wenn berechtigt)
  • Google-Recherche

Freiwillige Auskünfte:

  • Gespräche mit Dritten, die freiwillig antworten
  • Fragen an gemeinsame Bekannte

Illegal: Was verboten ist

Privatsphäre verletzen:

  • Handy, E-Mails, Computer durchsuchen
  • GPS-Tracker an fremdem Fahrzeug
  • Durch Fenster in Privaträume schauen/fotografieren

Technische Überwachung:

  • Gespräche aufnehmen (§ 201 StGB)
  • Abhörgeräte installieren
  • Spyware auf Geräten

Stalking-Verhalten:

  • Wiederholtes Verfolgen
  • Belästigendes Aufspüren
  • Kontaktieren von Dritten mit Druck

Die Risiken der Eigenrecherche

Kurz: Neben den rechtlichen Risiken gibt es praktische Probleme: Sie werden entdeckt, die Zielperson wird gewarnt, oder Sie erhalten Ergebnisse, die vor Gericht wertlos sind.

Risiko 1: Entdeckung

Was passiert, wenn die Zielperson Sie bemerkt:

  • Sie weiß, dass Sie misstrauisch sind
  • Verhalten wird angepasst (Treffen abgesagt)
  • Weitere Ermittlung wird unmöglich
  • Konfrontation ohne Beweise

Profis vermeiden das durch:

  • Erfahrung in Observation
  • Wechselnde Ermittler
  • Professionelle Ausrüstung
  • Sofortigen Abbruch bei Verdacht

Risiko 2: Emotionale Belastung

Selbst ermitteln bedeutet:

  • Stundenlang im Auto sitzen und warten
  • Die eigene Beziehung hinterfragen
  • Konfrontation mit schmerzlichen Wahrheiten
  • Keine professionelle Distanz

Profis bieten:

  • Objektive Bearbeitung
  • Keine emotionale Verstrickung
  • Sachliche Berichte

Risiko 3: Rechtliche Probleme

Aus Verzweiflung greifen viele zu illegalen Mitteln:

HandlungKonsequenz
Handy durchsuchen§ 202a StGB – Geldstrafe/Freiheitsstrafe
GPS-Tracker§ 238 StGB – bis 3 Jahre Freiheitsstrafe
Abhören§ 201 StGB – bis 3 Jahre Freiheitsstrafe
Beharrliches Verfolgen§ 238 StGB – Stalking-Vorwurf

Risiko 4: Unverwertbare Ergebnisse

Selbst wenn Sie "Beweise" finden:

  • Illegal beschafft = vor Gericht wertlos
  • Unvollständig dokumentiert = keine Beweiskraft
  • Ohne Zeitstempel/Protokoll = anfechtbar
  • Als Betroffener = parteiisch erscheinend

Wann Eigenrecherche sinnvoll ist

Kurz: Bei einfachen Fragen, wo keine rechtlichen Konsequenzen drohen und Sie die emotionale Stärke haben, kann begrenzte Eigenrecherche funktionieren.

Geeignete Situationen

Hintergrundinformationen sammeln:

  • Wer ist diese neue Person im Leben Ihres Partners?
  • Öffentliche Social-Media-Recherche

Basisinformationen für Detektiv:

  • Arbeitszeiten notieren
  • Bekannte Treffpunkte auflisten
  • Fahrzeug-Details zusammentragen

Keine rechtlichen Folgen geplant:

  • Sie wollen nur Gewissheit für sich
  • Keine Scheidung/Kündigung geplant

Nicht geeignet

❌ Wenn gerichtsverwertbare Beweise nötig sind ❌ Wenn Sie emotional zu belastet sind ❌ Wenn die Zielperson bereits misstrauisch ist ❌ Wenn es um größere Werte geht (Haus, Unterhalt)

Die smarte Kombination

Kurz: Oft ist eine Kombination am effektivsten: Sie liefern Basisinformationen, der Detektiv führt die eigentliche Ermittlung durch.

So funktioniert es

Sie liefern:

  • Arbeitszeiten und -ort der Zielperson
  • Bekannte Gewohnheiten (Sport, Ausgehen)
  • Fahrzeug-Details (Marke, Farbe, Kennzeichen)
  • Vermutete Zeitfenster für Treffen

Der Detektiv macht:

  • Professionelle Observation
  • Diskrete Verfolgung
  • Beweissichere Dokumentation
  • Gerichtsverwertbare Berichte

Kostenersparnis

  • Weniger Recherchezeit für Detektiv
  • Gezielterer Einsatz
  • Schnellere Ergebnisse
  • Oft 20-30% günstiger

Die ehrliche Empfehlung

Kurz: Wenn es um mehr geht als reine Neugier – wenn Konsequenzen drohen, Beweise nötig sind oder Ihre Psyche leidet – ist der Profi fast immer die bessere Wahl.

Detektiv empfohlen bei:

SituationGrund
Scheidung mit StreitBeweise müssen gerichtsfest sein
Arbeitsrecht (Kündigung)Fehler können teuer werden
Hohe emotionale BelastungSie brauchen Distanz
Zielperson ist vorsichtigProfi-Erfahrung nötig
Größere VermögenswerteZu viel auf dem Spiel

DIY akzeptabel bei:

SituationBedingung
Reine GewissheitKeine rechtlichen Folgen
Einfache RechercheNur öffentliche Infos
Starke PsycheEmotionale Stabilität
Keine ZeitdruckWenn es nicht eilt

Fazit: Was ist wirklich günstiger?

Der vermeintliche Preisvorteil der Eigenrecherche löst sich oft in Luft auf, wenn Sie alle Kosten betrachten: Zeit, Stress, Risiken und das Potenzial, alles zu verschlimmern.

Ein guter Detektiv kostet Geld – aber er liefert Ergebnisse, die Sie brauchen können. Manchmal ist "billig" am Ende teurer.

Unsicher, was für Sie richtig ist? In der kostenlosen Erstberatung helfen wir Ihnen, die beste Strategie zu finden – auch wenn das bedeutet, dass Sie keinen Detektiv brauchen.

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Häufige Fragen

Auf den ersten Blick ja. Aber die versteckten Kosten (Zeit, Risiken, emotionale Belastung, mögliche rechtliche Konsequenzen) machen Eigenrecherche oft teurer als gedacht.
Die Hauptrisiken sind: Rechtliche Probleme (illegale Methoden), Entdeckung (Zielperson wird gewarnt), emotionale Belastung, unverwertbare Beweise und verschwendete Zeit bei Misserfolg.
Sie dürfen: Im öffentlichen Raum beobachten, öffentliche Informationen sammeln, mit Dritten sprechen (die freiwillig antworten). Sie dürfen nicht: Handys durchsuchen, GPS-Tracker anbringen, abhören.
Wenn gerichtsverwertbare Beweise nötig sind, die Zielperson gewarnt werden könnte, Sie emotional zu belastet sind, es um größere Werte geht (Scheidung, Arbeitsrecht) oder Sie keine Zeit haben.
Detektiv: 2.000-5.000€ für typische Untreue-Ermittlung. DIY: Auf dem Papier günstiger, aber mit Risiko nutzloser Ergebnisse und versteckter Kosten wie Zeitaufwand und emotionaler Stress.
Ja, eine Kombination kann sinnvoll sein. Sie sammeln Basisinformationen (Arbeitszeiten, bekannte Orte), der Detektiv führt die eigentliche Observation durch. Das spart Zeit und Kosten.
Die Zielperson weiß Bescheid und wird vorsichtiger. Weitere Ermittlungen werden schwieriger oder unmöglich. Die Beziehung eskaliert ohne dass Sie Beweise haben.
Nur wenn sie legal beschafft wurden. Fotos im öffentlichen Raum: ja. Screenshots aus dem Handy des Partners ohne Erlaubnis: nein. Professionelle Detektive wissen, was verwertbar ist.

Dieser Artikel ist Teil unserer Artikelserie:

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Quellen

DetekteiSelbst ermittelnKostenvergleichDIYEigenrecherche